Schornstein des Kraftwerks Römerbrücke erstrahlt in hellem Glanz

31.10.2014

Ab dem 30. Oktober 2014 beleuchtet Energie SaarLorLux den Schornstein des Heizkraftwerks Römerbrücke. Der 177 Meter hohe Schornstein wird künftig in den Abendstunden von 24 hochmodernen LED-Scheinwerfern angestrahlt. Energie SaarLorLux schließt damit zugleich die Feierlichkeiten zu 50 Jahren Heizkraftwerk Römerbrücke mit einem Höhepunkt ab.

„Wir wollen mit der neuen Beleuchtung an der Römerbrücke die Attraktivität Saarbrückens für die Bürger und Besucher weiter steigern“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Energie SaarLorLux, Jochen Starke. „Unser Schornstein an der Saar ist dafür perfekt geeignet. Er setzt ein neues Ausrufezeichen in der Stadt.“

Die Beleuchtung am Heizkraftwerk ist ein weiterer Schritt in einer Reihe von Illuminationen, die die Energie SaarLorLux mitgestaltet hat:

Am Anfang stand die dauerhafte Beleuchtung der Ludwigskirche im Jahr 2005, ein Gemeinschaftsprojekt mit den Stadtwerken Saarbrücken. 2007 folgte die Beleuchtung der Fassade des Hauses der Zukunft in der Richard-Wagner-Straße. Im Frühjahr dieses Jahres war Energie SaarLorLux dann Hauptsponsor des Light Act-Projekts, einer vielbeachteten und sehr gelobten künstlerischen Beleuchtung der Berliner Promenade.

Von der Planung über die Testbeleuchtung, die Genehmigungen bis hin zur fertigen Beleuchtung des Schornsteins am Heizkraftwerk dauerte es rund 14 Monate. Dabei wurde, um Kosten zu sparen, ein Zeitfenster für die Installation ausgesucht, in dem ohnehin Sanierungsarbeiten am Schornstein stattfanden.

Die Beleuchtung des Schornsteins ist auf Dauer angelegt. Sie wird in der Dämmerung eingeschaltet und um Mitternacht wieder ausgeschaltet.

Jeder der installierten Scheinwerfer verfügt über 48 LEDs, mit denen insgesamt über eine Million Farben erzeugt werden können. Zum Einsatz kommt eine moderne LED-Chiptechnologie, bei der vier Farben (rot, grün, blau, weiß) unterhalb einer Linse gemischt werden. Auf diese Weise wird ein gleichförmiger, farbiger Lichtstrahl ohne Farbschatten erzeugt. Die Farbtemperatur kann im Bereich von 2.700K (entspricht dem warmen Licht einer herkömmlichen 60-Watt- Glühbirne) bis 8.000K (entspricht dem kalt-weißen Licht eines Strahlers im Nebel) variiert werden.

Mit einer Helligkeit von 26.000 Lumen gehören die installierten Scheinwerfer zu den modernsten, die derzeit in der Gebäudeausleuchtung auf dem Markt sind. Zum Vergleich: Eine herkömmliche 40-Watt-Glühbirne hat rund 400 Lumen. Die Scheinwerfer sind also rund 65 Mal heller.

Die Leistungsaufnahme liegt bei 550 W, was ungefähr einem Viertel der Leistung eines handelsüblichen Haushaltsföhns entspricht. Die Stromkosten für die gesamte Beleuchtung belaufen sich auf unter 3 Euro pro Tag.

Die Scheinwerfer sind so eingerichtet, dass es zu keinen Abstrahleffekten vom Schornstein kommen kann. Damit wird sichergestellt, dass weder die Autofahrer auf der naheliegenden Autobahn noch der Luftverkehr beeinträchtigt werden. Trotz der möglichen Farbvielfalt und des frei programmierbaren Farbverlaufs wird der Schornstein ohne schnelle Farbwechsel und vornehmlich einfarbig angestrahlt.

„Der Grundton wird blau sein. Blau ist die Farbe des Abends und der Nacht. Es ist die Farbe der Landeshauptstadt – und auch der Energie SaarLorLux“, erklärt Starke. „Nur an besonderen Tagen werden wir ein wenig mit dem Licht spielen. So können wir etwa in der Weihnachtszeit den Schornstein wie eine Kerze anstrahlen: unten rot und die Spitze gelb“.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Wanderfalken gelegt. Was viele nicht wissen: Seit über 10 Jahren schon nisten die Falken, die unter strengem Artenschutz stehen, am Schornstein des Kraftwerks. Wer bewusst hinschaut, sieht den großen Kasten auf halber Höhe des Schornsteins.

Bei dem Beleuchtungsprojekt wurde besonderer Wert auf diese Nisthilfe gelegt, die damals gemeinsam mit dem Naturschutzbund angebracht wurde. Energie SaarLorLux hat sehr eng mit den Experten des Naturschutzbundes zusammengearbeitet. Die Ergebnisse wurden bei der Einrichtung der Beleuchtung voll berücksichtigt. So konnte ausgeschlossen werden, dass das Nist- und Brutverhalten der seltenen Vögel durch die Beleuchtung beeinträchtigt wird.

Auch hat Energie SaarLorLux im Rahmen des Projekts erstmals eine Kamera an der Nisthilfe installiert, um die Beobachtung der Falken zu erleichtern. Es ist geplant, die Bilder der Kamera in nächster Zeit auf der Internetseite des Saarbrücker Energieversorgers der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Das Beleuchtungsprojekt der Energie SaarLorLux ist europaweit einzigartig: Zum ersten Mal wird ein Industrieschornstein von dieser Höhe sowohl von oben als auch von unten beleuchtet.

Der Startknopf für die Beleuchtung des Schornsteins am Heizkraftwerk Römerbrücke wird am Abend des 30.10. von Frau Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Energie SaarLorLux, Erik von Scholz und dem Vorstandsvorsitzenden der Energie SaarLorLux, Dr. Jochen Starke, gedrückt. „Ab dann wird Saarbrücken in einem neuen Licht erstrahlen“, so Starke.